Umweltzeichen

Was uns wichtig ist

Es ist uns wichtig, dass die Kinder soziale, ethische und intellektuelle Werte im Leben umsetzen können.

Es ist uns wichtig, dass wir die Kinder auf ihrem Weg vom Kindsein zum selbständigen Handeln und Denken begleiten.

Es ist uns wichtig, dass moderne Unterrichtsmethoden gezielt und variantenreich eingesetzt werden und das eigenständige und verantwortungsvolle Lernen in einer positiven Atmosphäre in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens gestellt wird.

Es ist uns wichtig, dass in einer zwanglosen Atmosphäre sowohl die schwächeren als auch die besonders begabten Kinder gefördert werden.

Es ist uns wichtig, dass weiterhin ein gutes Schulklima bestehen bleibt.

 

Das Österreichische Umweltzeichen – gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft

An unserer Volksschule wird Nachhaltigkeit nicht nur unterrichtet, sondern täglich gelebt. Um unser Engagement sichtbar zu machen, orientieren wir uns an drei starken Säulen, die eng miteinander verbunden sind:

Das Österreichische Umweltzeichen ist die wichtigste staatliche Auszeichnung für Schulen, die hohen Wert auf Umweltschutz, Gesundheit und Bildungsqualität legt. Man kann es sich wie ein großes Dach vorstellen: Es ist das offizielle Gütesiegel, das bestätigt, dass wir als Schule ökologisch und verantwortungsbewusst handeln. Unser Ziel ist es, dieses Gütesiegel im Schuljahr 2026/27 zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter www.umweltzeichen.at

Damit wir dieses große Ziel erreichen, sind wir Teil von zwei besonderen Netzwerken, die unter dem Dach des Umweltzeichens zusammenarbeiten: ÖKOLOG und PILGRIM.

Das Umweltzeichen-Team der VS Mauerbach:

Tanja Frischmann, Monika Graf, Renate Konrath, Heidi Sampt-Piribauer, Petra Schwarz, Katharina Weber, unser Schulwart Martin Musil, unsere Reinigungsdamen Frau Uzun und Frau Botuza und einige Kinder aus der Bienenklasse

Agenda 21: Der Leitgedanke für unsere Zukunft ÖKOLOG- Schule: Warum?

 

Agenda21

 

Seit der UN-Konferenz 1992 in Rio zum Thema „Umwelt und Entwicklung“ – besser bekannt als „Earth Summit“ – gilt „nachhaltige Entwicklung“ als Ziel wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Handelns. Damit ist eine Entwicklung gemeint, bei der „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können“.

 

Als „Aktionsprogramm der Staaten dieser Welt für das 21. Jahrhundert“ ist die Agenda 21 eine Aufforderung zum Handeln. Sie dient als Wegweiser um nachhaltige Entwicklung zu erreichen. 176 Staaten – darunter auch Österreich – haben damals die Agenda 21 unterzeichnet.

 

Auf dem internationalen politischen Parkett stellt die Agenda 21 ein Novum dar: Sie formuliert nicht einfach ein Ziel – nachhaltige Entwicklung – und überlässt dessen Verwirklichung den Regierungschefs und –chefinnen. Sondern sie fordert die Einbindung der Bevölkerung – Bürgerinnen und Bürger und der kommunalen Verwaltung. Sie sollen gemeinsam eine Lokale Agenda 21 erstellen, die den Weg zu einer zukunftsfähigen Gemeinde beschreibt. Die Verantwortung für die Vermittlung des Zieles einer nachhaltigen Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen – von Schulen über Wirtschaftsverbände über politische Gremien – sind gefordert sich gemeinsam am Prozess zu beteiligen.

 

ÖKOLOG-Schule: Was ist das?

 

  • ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie verbinden Engagement für die Umwelt mit sozialen und ökonomischen Fragestellungen und versuchen das tägliche Leben in der Schule im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung zu gestalten:
  • Partizipation ist für sie selbstverständlich – von der Planung bis zur Umsetzung arbeiten alle Gruppen der Schulgemeinschaft mit. Durch aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen lernen die SchülerInnen verantwortungsbewusstes Handeln und Eigeninitiative.
  • Sie sind in der Gesundheitsförderung aktiv, bemühen sich um ein soziales Schulklima und betreiben Bewusstseinsbildung für Nachhaltige Entwicklung.
  • Sie sparen Ressourcen, reduzieren Umweltbelastungen oder gestalten Räume und Gelände ökologisch und ethisch vertretbar.
  • Sie arbeiten mit ihrem Schulumfeld zusammen z.B. mit der Gemeinde im Rahmen einer Lokalen Agenda 21.
  • ÖKOLOG-Schulen haben das Ziel, Themen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung innerhalb von drei Jahren in ihrem Schulprogramm zu verankern. Sie evaluieren ihre Aktivitäten und arbeiten kontinuierlich an Qualitätssicherung und -verbesserungen.
  • Sie lehren nach dem Motto: „Nicht für das Leben, sondern durch das Leben lernen wir!“

 

Bewusst leben – Zukunft geben: PILGRIM

Als PILGRIM-Schule gehören wir einem internationalen Bildungsnetzwerk an, welches sich um die Gestaltung von Nachhaltigkeitsprojekten bemüht. Die Bildungsarbeit von PILGRIM mündet in die Erziehung zu Haltungen, Tugenden und Werten, in denen im Sinne der interreligiösen Ausrichtung die Werte aller Kulturen, Religionen und Konfessionen zusammenfließen. Pilgrim erweitert den „Ökolog-Gedanken“ durch eine philosophisch-ethische Dimension: Dabei ist u.a. gemeint, dass die Verantwortung und der Respekt jedem Lebendigen gegenüber jede:r von uns innewohnt und zu einem konkreten Handeln auffordert.

Das Wort „Pilgrim“ leitet sich von „Pilger“ oder „Gast auf Erden“ ab. Der verantwortungsbewusste, achtsame Umgang mit den globalen Ressourcen, die allen Menschen gleichwertig zur Verfügung stehen, ist ein zentraler Leitgedanke.

Pilgrim macht es sich zur Aufgabe, die 17 SDG´s (Sustainable Development Goals → Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung) im Unterricht zu thematisieren und in möglichen Bereichen umzusetzen. Wir richten einen bewussten Blick auf das, was wir in unserem Zusammenleben erhalten, schützen und fördern wollen.

Den „Pilgrim-Gedanken“ setzen wir hauptsächlich projektorientiert durch schulstufenübergreifende Aktivitäten um. Dadurch soll auch unser Gruppengeist gestärkt werden.

Aktuelle Projekte

Jahr 2025/26

Dieses Jahr steht unser Jahressozialprojekt unter dem Motto:

„Das klingt nach Freude“

Ein Schulprojekt, das Achtsamkeit und emotionales Bewusstsein fördert – Gemeinsam spüren. Erzählen. Klingen lassen.

Wir konnten das Schuljahr mit viel Freude beginnen. Rundum war zu hören: „Ich freue mich, dass ihr wieder da seid. / Ich freue mich darauf, dass ich meine Freund:innen nun wieder jeden Tag sehen kann. / Ich freue mich drauf, endlich (lesen , …) zu lernen.

Diese positive Anfangsstimmung wollen wir durch unser heuriges PILGRIM-Jahresprojekt in den Schul-Alltag mithinein nehmen.

Die Kinder werden angeleitet, am Beginn einer (dafür vorgesehenen) Unterrichts-Einheit zu erzählen, worüber sie sich in der Schule in den vergangenen Tagen besonders gefreut haben. Durch diesen Bericht kann diese Freude auch mit anderen Kindern der Klasse geteilt werden.

Möglichkeiten des „Sich-Freuens“ gibt es zahlreiche – die Kinder bekommen bei der Erklärung des Projektes ein paar exemplarische Ideen mündlich vermittelt – sollen dann aber in weiterer Folge in einer achtsamen Haltung über ausschließlich persönliche freudvolle Momente berichten.

 

Beispiele:

Lob und Anerkennung – z. B. ein Lob von der Lehrkraft

Gemeinsames Spielen – in der Pause oder im Sportunterricht

Begegnung im Schulgarten

– mit befreundeten Kindern, die nicht in dieselbe Klasse gehen

Gute Noten oder Rückmeldungen – z. B. bei einem Test oder einer Präsentation

Kreative Aufgaben – z. B. Basteln, Malen, Musizieren oder Theaterspielen

Projekte oder Thementage – z. B. „Segel-Tage“, Lesenacht

Ausflüge und Wandertage – z. B. Museum, Feldwiese

Geburtstagsfeiern im Klassenverband – z. B. Kuchen mitbringen, gemeinsam singen

neue Freundschaften knüpfen

Klassenmaskottchen – z. B. ein Kuscheltier, das reihum mit nach Hause genommen werden darf.

 

Als Volksschule mit musikalischem Schwerpunkt möchten wir Freude nicht nur erzählen, sondern auch erklingen lassen. Jedes Kind darf beim Teilen seiner freudvollen Erfahrung eine kleine, selbst erfundene Melodie auf dem Klassen-Glockenspiel (oder anderen bereitgestellten Instrumenten) spielen. So erhält jede Geschichte einen individuellen Klang der Freude, der das Erzählte emotional untermalt.

Gleichzeitig wird für jede geteilte Freude ein Glasstein in einen „Freude-Topf“ gelegt – ein sichtbares Symbol für die wachsende Anzahl der geteilten Glücksmomente im Schulhaus. (Mit diesem Ritual setzen wir die gehörte Geschichte unseres diesjährigen Schuleröffnungs-Gottesdienstes fort.)

Damit auch außerhalb der jeweiligen Klasse bekannt wird, wie viele freudvolle Momente erzählt werden, schreibt jedes Kind seinen Bericht (in Stichworten oder kurzen Sätzen) auf eine vorbereitete Papier-Musik-Note. Diese Note wird dann an die Herz-Tafel gepinnt, die etwa zwei Wochen zu lesen ist. Nach dieser Zeit wird an der Herz-Tafel wieder Platz für eine neue Note gemacht.

Am Ende des Schuljahres werden wir auf den (dann hoffentlich reichlich befüllten) Topf bei unserem Schulschluss-Gottesdienst nochmals Bezug nehmen.

Ziel des Projekts: 

Ziel des Projekts ist es, die Kinder darin zu stärken, achtsam wahrzunehmen, wie viel es gibt, was ihnen im Schulalltag Freude bereitet. Diese positiven Erlebnisse mit anderen zu teilen kann eine weitere Freude entstehen lassen. Dadurch wird im Sinne der PILGRIM-Prinzipien ein Beitrag zu einer wertschätzenden, lebensfrohen und spirituell achtsamen Schulkultur geleistet.

Rückblick

Jahr 2024/25

„Ich brauche – Du bietest: Unsere Wohlfühlbörse“

Angelehnt an die Tauschbörse, die wir in manchen Supermärkten vorfinden (Ich brauche … / Ich biete …) wollen wir im heurigen Schuljahr die Kinder einladen, aufzuschreiben, was sie in Bezug auf ihr Wohlbefinden im Laufe des Schultages auf zwischenmenschlicher Ebene brauchen.

Bei Bedarf gestalten die Kinder einen Zettel, auf dem steht, was sie sich in dieser Hinsicht wünschen. Dabei geht es ausschließlich um immaterielle Inhalte – etwas, was andere Kinder im Schulalltag „anbieten“ könnten.

Auf jedem „Wunsch“-Blatt befinden sich drei Abreißzetterl mit dem Vermerk „DANKE an ….“.

Ablauf:

Kind (in weiterer Folge als K. bezeichnet) notiert seinen Wunsch und bespricht diesen im Beisein seiner Klasse im Unterricht. Primär wird dafür der RU die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen.

Die Kinder überlegen, wie eine „Wunsch-Erfüllung“ passieren könnte. Gegebenenfalls gibt die L Ideen zur Umsetzung vor und motiviert die Kinder dazu.

K. versucht (bestenfalls) im Laufe der kommenden zwei Wochen besonders achtsam zu erkennen, ob sich Mitschüler:innen seinen Wunsch zu Herzen nehmen und im Alltag „anbieten“, den Wunsch zu erfüllen und dies auch umsetzen.

Immer dann, wenn es dies einer konkreten Person zuschreiben kann (L dürfen natürlich auch mitmachen ), reißt sich K. ein „DANKE“-Zetterl ab, schreibt den Namen und die Klasse des „Alltagshelden“ / der „Alltagsheldin“ auf und nimmt diesen in den RU mit. Der/Die Alltagsheld:in wird vor der ganzen Klasse genannt und gefeiert.

Wenn letztlich alle drei „Danke“-Streiferl beschriftet wurden, kann der genannte Wunsch als „erfüllt“ bewertet werden und das Blatt wird von der Herz-Tafel genommen, um weiteren Wünschen Platz zu machen.

An der Pinn-Tafel im OG werden die Namen der einzelnen „bedankten“ Kinder, welche für uns als „Alltagsheld:innen“ gelten, für das restliche Schuljahr sichtbar gemacht.

 

Überschrift an der Tafel unsere kleinen Heldentaten: „Ich brauche – Du bietest: Unsere Wohlfühlbörse“

Ein herzliches DANKE an all unsere Heldinnen/Helden!

Ziel ist es, dass dort im Laufe der Zeit die Namen möglichst vieler Kinder stehen werden.

 

Pädagogischer „background“:

Dieses Jahres-Projekt verbindet klar das Konzept von Geben und Nehmen auf zwischenmenschlicher Ebene und schafft gleichzeitig eine positive, kooperative Grund-Haltung.

Kinder äußeren immer wieder (zurecht), was sie brauchen, um sich wohlzufühlen. Oftmals wird dies ihrerseits mit negativen Vorzeichen zur Sprache gebracht, indem genau das genannt wird, was für sie nicht passt.

Durch die „Wohlfühl-Börse“ sollen positive Erlebnisse bewusst wahrgenommen und benannt werden.

Indem sich die Kinder entscheiden, ihren Wunsch zu verschriftlichen, gehen sie auch gleichzeitig den „deal“ ein, aufmerksam „dran“ zu bleiben, um zu erkennen, wer sich denn tatsächlich um die „Erfüllung“ bemüht. Der Wunsch wird somit nicht nur „ausgelagert“, sondern bleibt im Fokus des/der Adressatin.

Die Mitschüler:innen, welche den Wunsch / die Wünsche ernst nehmen und den Auftrag zur Umsetzung verspüren, werden als unsere „Alltags-Held:innen“ verbal (Gespräch im RU) und visuell (Pinn-Tafel) gefeiert.

Um den Kindern einzelne Vorschläge möglicher Wünsche mitzuteilen, wird die Pinn-Tafel mit möglichen Ideen-Sätzen „umrahmt“.

 

Ich wünsche mir, dass wir einander in der Früh freundlich grüßen.

Ich wünsche mir, dass wir uns gegenseitig einen freundlichen Blick schenken, wenn wir einander begegnen.

Ich wünsche mir, dass wir einander zuhören, ohne uns zu unterbrechen.

Ich wünsche mir, dass wir einander bei Gruppenarbeiten unterstützen.

Ich wünsche mir, dass wir uns nach einem Streit wieder vertragen.

Ich wünsche mir, dass eine Entschuldigung ausgesprochen wird, wenn jemand gekränkt oder verletzt wurde.

Ich wünsche mir, dass beim Spielen niemand ausgeschlossen wird.

Ich wünsche mir, dass wir aufeinander Rücksicht nehmen.

Ich wünsche mir, dass wir uns für gute Leistungen gegenseitig loben.

Ich wünsche mir, dass wir uns gegenseitig helfen, wenn jemand Schwierigkeiten hat.

Ich wünsche mir, dass wir in der Klasse leise sind, wenn jemand spricht.

Ich wünsche mir, dass niemand wegen eines Fehlers ausgelacht wird.

Ich wünsche mir, dass wir uns respektvoll behandeln, auch wenn wir nicht einer Meinung sind.

Ich wünsche mir, dass wir einander Mut machen, wenn jemand nervös ist.

Ich wünsche mir, dass wir darauf achten, niemanden zu ärgern.

Ich wünsche mir, dass wir uns an die Regeln halten, damit es allen gut geht.

Ich wünsche mir, dass es Unterstützung gibt, wenn jemand etwas nicht versteht.

Ich wünsche mir, dass wir ohne Aufforderung „Bitte“ und „Danke“ sagen.

Ich wünsche mir, dass wir zusammenarbeiten und einander unterstützen.

Ich wünsche mir, dass wir aufeinander achten, damit niemand traurig oder allein ist.

Ich wünsche mir, dass wir die Schulsachen der anderen achtsam behandeln.

 

Neben dem sozialen Miteinander schauen wir auch auf die Umwelt:

Bienenprojekt der Volksschule Mauerbach

Alle Kinder der Volksschule Mauerbach arbeiten fleißig, wie die Bienen, an ihrem neuen Projekt und wollen dieses kurz vorstellen:

Imker Benno Karner aus Gablitz stellte der Volksschule einen Bienenstock zur Verfügung. Dieser wurde von Schülerinnen und Schülern kunstvoll mit Farben verziert.

Seit Ende April steht der Bienenstock nun gut sichtbar vor einem Fenster der Volksschule. So können die Kinder gefahrenlos die Bienen aus nächster Nähe beobachten.

Jede Klasse übernimmt einen Aufgabenbereich und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Bienen und deren Umwelt. So wird zum Beispiel der umliegende Lebensraum der Tiere, hier in Mauerbach, unter die Lupe genommen. Weiters werden die Blumenwiesen in der Umgebung erforscht. Außerdem werden Blumen in selbst gestaltete Töpfe gepflanzt.

Ebenso werden sich die Kinder mit dem Körperbau und der Lebensweise der Bienen beschäftigen. Selbstverständlich lernen die Kinder auch Wissenswertes über die Produkte, die Dank der Bienen produziert werden können.

Hoffentlich werden wir im Juni sogar selbst Honig ernten.

Wir bedanken uns herzlich bei der Gemeinde Mauerbach, die uns mit Hilfe der KEM (Klima- und Energie-Modellregionen) bei der Umsetzung dieses Projektes unterstützt.

Geschrieben von Schülern und Schülerinnen der VS Mauerbach

Jahr 2023/24

Wir bemühen uns gemeinsam um ein gutes Schulklima

An den Herz-Tafeln der Schule werden Aufgaben, welche das Zusammenleben in der Schule positiv stärken sollen, gepinnt.

Im 2-3 Wochentakt gehen die Klassen zu „ihrer“ Herztafel und ziehen sich nach eigenem Bedürfnis ein derartiges Kärtchen.

Damit stellen sich die Teilnehmenden für etwa zwei (oder drei) Wochen der Challenge, den beschriebenen Auftrag im Schulalltag bestmöglich umzusetzen. Als Teilnehmende sind alle an der Schule tätigen Personen eingeladen.

Die Teilnahme ist freiwillig.

Es ist anzunehmen, dass die Kinder rasch die Qualität ihres Tuns und das erwartete Ergebnis (allgemeine Wertschätzung, respektvoller und rücksichtsvoller Umgang, angenehmer Lern- und Lebensraum, …) erkennen und dadurch viele zum Mitmachen angeregt werden.

Die Wahl der Aufgaben obliegt jeder/m selbst. Bei 16 unterschiedlichen „Themen“ kann man sich theoretisch 14-tägig etwas Anderes vornehmen – oder aber, man bearbeitet ein Thema mehrmals. Wichtig ist, DASS etwas passiert, was unserem Schulklima hilfreich ist.

Die Anregungen auf den Kärtchen lauten wie folgt:

  • Ich nehme mich zurück und lasse andere vor. (z.B. beim Anstellen, beim Reden, …)
  • Ich achte darauf, dass mein Platz am Ende des Vormittages sauber ist.
  • Ich sorge dafür, dass am Ende des Vormittages in der Klasse kein Mist am Boden liegt.
  • Ich grüße alle, die mir am Gang begegnen.
  • Ich achte darauf, dass ich mit meinen Schuhen nach der Gartenpause keinen Schmutz ins Schulhaus bringe.
  • Ich versuche zu allen Kindern in der Klasse freundlich zu sein.
  • Ich versuche einen Streit selbständig zu lösen.
  • Ich bemühe mich in entsprechenden Situationen höflich „Bitte und Danke“ zu sagen.
  • Ich kontrolliere jeden Tag die Ordnung in meinem Bankfach.
  • Ich versuche unterschiedlichen Personen in der Schule etwas Nettes zu sagen.
  • In Situationen, in denen es mir möglich ist, versuche ich meine Hilfe anzubieten.
  • Ich versuche mit Arbeitsmaterialien sparsam umzugehen.
  • Wenn ich merke, dass Hilfe von allen gebraucht wird, drehe ich mich nicht weg, sondern packe tatkräftig mit an. (z.B.: Ordnung im Turnsaal oder Werkraum)
  • Ich helfe meinen Eltern bei der Vorbereitung meiner Schuljause und achte dabei auf Merkmale, die uns in der Schule wichtig sind (à regional, saisonal, unnötige Verpackung vermeiden).
  • Auf Beleidigungen und Schimpfwörter verzichte ich automatisch (ohne, dass mich erst jemand darauf hinweisen muss).
  • Ich habe eine eigene Idee, wie ich mich um ein gutes Schulklima bemühen kann und probiere das einfach mal aus. 😊

Durch das Bewusstmachen dieser wertvollen Handlungen kann eine persönliche Grundhaltung, die nachhaltig auch in anderen Lebensfeldern weiterwirkt, aufgebaut werden.

Ziel ist es ebenso, dass die Kinder Handlungen, die allen zugutekommen, unaufgefordert setzen. Das ermöglich ein entspanntes Schulklima und trägt in weitere Folge zur Persönlichkeitsbildung bei.

Jede teilnehmende Person (Kind/Erwachsener) darf sich nach der Reflexion einen Klebe-Punkt holen, diesen mit ihrem Namen beschriften (wenn gewünscht auch farblich gestalten) und dann in einen Buchstaben unseres Jahresmottos kleben.

Dieses Motto befindet sich im Stiegenhaus und ist jederzeit einsehbar. Die Kinder können dadurch den Prozess „des Wachstums“ beobachten und erkennen, dass ihr Beitrag auch optisch eine Wirkung hat und zu einem gemeinsamen Werk beiträgt.

 

Jahr 2022/23

Aus dem Social-Award entwickelte sich in weiterer Folge das Jahresprojekt:

Ich sag von Herzen „DANKE“

Vieles scheint uns im (Schul-)Alltag selbstverständlich zu sein und doch wissen wir, wenn es fehlte, würde eine gewisse Unzufriedenheit einkehren.

Es sind auch die „einfachen“ Dinge, die ein ausgesprochenes (oder in unserem Fall aufgeschriebenes) „Dankeschön“ verdienen:

„Danke, dass du mir die Tür aufgehalten hast. Danke, dass du mir die HÜ nochmals erklärt hast. Danke, dass du immer so freundlich zu mir bist“

….. um nur ein paar Beispiele aus dem Alltag zu nennen.

Jedem Kind/Erwachsenen, dem es am Herzen liegt, „einfach mal DANKE“ zu sagen, holt sich ein vorgefertigtes Blatt, gestaltet einen KURZEN „Danke-Brief“ und pinnt diesen für alle einsichtig an eine der 3 Herz-Tafeln, welche im Schulhaus montiert wurden.

Nach etwa 2 Wochen darf sich die bedankte Person den Brief von der Tafel nehmen und als wertschätzende Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Ziel ist es, dass wir im alltäglichen Umgang verstärkt und wertschätzend auf Handlungen achten, die nicht selbstverständlich sein sollten.

Jahre 2019 – 2022

Durch die 3 Schuljahre 2019 – 2022 begleitete uns ein (hauseigener) Social-Award. Das Motto lautete: Wir bemühen uns um ein herzliches Miteinander.

Die Zielsetzung war: Wir wollen, dass unsere Schule ein Ort des wertschätzenden und achtsamen Miteinanders wird/bleibt. Dazu braucht es unser tägliches Bemühen.

Umsetzung: Die Kinder hatten die Aufgabe, zu erkennen, wer in ihrer (schulischen) Umgebung besonders achtsam für ein gutes Miteinander sorgt. Diese persönlichen Beobachtungen wurden dann von den einzelnen Kindern aufgeschrieben.

Die Kinder sollten dabei erkennen, was es zu einem angenehmen Miteinander in der Schule braucht und dass sie dies auch in einer selbstverständlichen Weise (ohne Anleitungen der L) umsetzen können.

Die Aufzeichnungen der Kinder (auf eigens entworfenen „Herz-Zeitungs-Blättern“) wurden immer wieder transparent im Schulhaus auf entsprechende Wände gepinnt, sodass auch alle anderen Kinder (und auch Besucher der Schule) bemerken und lesen konnten, dass uns ein wertschätzender Umgang miteinander am Herzen liegt.

 

Mitgliedschaft bei anderen Netzwerken

Klimabündnis-Schule, Gesunde Schule, Wasserschule, Umwelt.Wissen.Schule

Auf dem Weg zum Österreichischen Umweltzeichen

Unsere Schule hat sich auf den Weg gemacht, das Österreichische Umweltzeichen zu erhalten – ein staatliches Gütesiegel, das Bildungseinrichtungen auszeichnet, die besonders nachhaltig, umweltbewusst und ressourcenschonend arbeiten. Es steht für hohe ökologische Standards, verantwortungsvolles Handeln und auch für soziale Verantwortung. Damit umfasst das Umweltzeichen nicht nur Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch Aspekte wie einen wertschätzenden Umgang miteinander, faire Strukturen und einen bewussten, nachhaltigen Schulbetrieb.

Im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems (QMS) haben wir als Schwerpunkt das Thema „Klimaschule“ gewählt. Damit setzen wir ein klares Zeichen, dass wir Umwelt- und Klimaschutz nicht nur als Zusatz, sondern als wesentlichen Bestandteil unseres pädagogischen Handelns verstehen.

Bereits jetzt sind wir eine PILGRIM‑Schule sowie eine ÖKOLOG‑Schule – zwei Initiativen, die für nachhaltige Bildung, gelebte Werteorientierung und verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt stehen. Viele Kriterien des Umweltzeichens erfüllen wir dadurch schon seit Jahren.

Der Prozess zur Erlangung des Österreichischen Umweltzeichens motiviert uns jedoch, unsere bestehenden Aktivitäten weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und dem gesamten Schulteam möchten wir noch bewusster daran arbeiten, unseren Schulalltag nachhaltig zu gestalten – von Mobilität und Energieverbrauch bis hin zu Unterrichtsthemen, Projekten und gelebter Schulgemeinschaft.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen und unsere Schule Schritt für Schritt noch klimafreundlicher zu machen.