Aufnahme

Schuleinschreibung an der Volksschule Mauerbach


Die Einschreibung für das kommende Schuljahr findet im Jänner statt. Im Dezember bekommen die Eltern, deren Kinder im darauffolgenden Schuljahr schulpflichtig sind, einen Brief mit genauen Informationen über die Schuleinschreibung.

Da uns sehr wichtig ist, die ersten Kontakte mit der Schule für jedes Kind so angenehm wie möglich zu gestalten, laden wir die Kinder im Frühjahr zusätzlich zu einem Schnuppertag für Schulanfängerinnen und Schulanfänger ein. Der Vormittag soll zu einem schönen Erlebnis werden, Geborgenheit bzw. Vertrautheit vermitteln und die Vorfreude und Neugier auf den Schulbeginn erhalten bzw. sogar verstärken.
Wir plaudern, singen, zeichnen, besuchen den Turnsaal und einige Klassen und essen gemeinsam eine Jause.

Die Schuleinschreibungstermine und vor allem der Schnuppertag dienen auch dazu festzustellen, ob ein Kind bereits die körperliche, sozial-emotionale und kognitive Schulreife besitzt.
Sollten diesbezüglich Zweifel bestehen, wird das Kind vorerst als Vorschulkind eingestuft, jedoch innerhalb des Klassenverbandes der 1. Klasse zumeist von 2 Lehrerinnen betreut.
Dieses Modell – die sogenannte Schuleingangsphase – hat sich bei uns in den letzten Jahren sehr bewährt.

Aufnahme in die Volksschule zu Beginn der Schulpflicht, Feststellung der Schulreife und Wechsel der Schulstufe

Durch die Schulgesetznovellen 1998 wurde u.a. eine Neuordnung des Schuleingangsbereiches vorgenommen. In der Novelle zum Schulpflichtgesetz, BGBl. I. Nr. 134/1998, wurden vor allem die Aufnahme in die Volksschule und die Feststellung der Schulreife neu geregelt. Ergänzend dazu enthält nunmehr der neugeschaffene § 17 Abs. 5 SchUG (BGBl. I. Nr. 133/1998) Bestimmungen über den Wechsel der Schulstufe während des Unterrichtsjahres für die Grundstufe I sowie die ersten drei Stufen der ASO.

Folgende Neuerungen ergeben sich daher:

  • Schulpflichtige, aber für die erste Schulstufe nicht schulreife Kinder werden in eine für die Grundstufe I verbindliche Vorschulstufe aufgenommen (das kann eine Vorschulklasse sein oder eine Schuleingangsphasenklasse)
  • Die Möglichkeit der Rückstellung schulpflichtiger Kinder vom Schulbesuch entfällt.

Die Neuregelung trat ab 1. September 1999 in Kraft.

Aufnahme in die erste Schulstufe der Volksschule:

Voraussetzungen:
Schulpflichtig gewordene Kinder, die schulreif sind, sind in die erste Schulstufe der Volksschule aufzunehmen.

Schulreife:
Schulreif ist ein Kind, wenn angenommen werden kann, dass es dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne körperlich oder geistig überfordert zu werden.

Entscheidung:
Schulleiter

Feststellung der Schulreife

Einleitung des Verfahrens

  • Von der Schule aus, wenn sich anlässlich der Schülereinschreibung Gründe für die Annahme ergeben, dass das Kind die Schulreife nicht besitzt.
  • Über Verlangen der Eltern (Erziehungsberechtigten)

Entscheidungsunterlagen

  • Stellungsnahme des Schulleiters auf Grund der persönlichen Vorstellung des Kindes
  • Schulpsychologisches Gutachten (über Verlangen der Eltern oder von der Schule aus, wenn die Einholung zur Feststellung der Schulreife erforderlich ist und die Eltern (Erziehungsberechtigten) zustimmen.
  • Allenfalls schulärztliches Gutachten

Entscheidung:
Bei negativer Entscheidung schriftlich durch den Schulleiter

Schulbesuch schulpflichtiger, aber nicht schulreifer Kinder:
Die Kinder sind in die Vorschulstufe aufzunehmen. Der Schulbesuch gilt für die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht.

Vorzeitiger Besuch der Volksschule

Voraussetzungen:
Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, sind auf schriftliches Ersuchen ihrer Eltern (Erziehungsberechtigten) zum Anfang des Schuljahres in die erste Schulstufe aufzunehmen, wenn sie bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollenden und schulreif sind.

Einleitung des Verfahrens:
Nur über schriftliches Ansuchen der ELtern oder Erziehungsberechtigten.

Entscheidungsunterlagen:
Wie bei der Feststellung der Schulreife.
Schulärztliches Gutachten jedoch verpflichtend.

Entscheidung:
Schriftlich durch den Schulleiter

Einrechnung des vorzeitigen Schulbesuches in die allgemeine Schulpflicht:
Der vorzeitige Schulbesuch wird in die Dauer der allgemeinen Schulpflicht dann eingerechnet, wenn er nicht durch Widerruf oder Abmeldung eingestellt wurde.

Widerruf der vorzeitigen Aufnahme in die Volksschule

Voraussetzungen:
Stellt sich bei einem vorzeitig in die Volksschule aufgenommenen Kind heraus, dass die Schulreife doch nicht gegeben ist, so ist die vorzeitige Aufnahme durch den Schulleiter zu widerrufen. Aus dem gleichen Grund können die Eltern (Erz.ber.) das Kind vom Besuch der ersten Schulstufe abmelden. Der Widerruf und die Abmeldung sind jedoch nur bis zum Ende des Kalenderjahres der Aufnahme in die 1. Schulstufe zulässig.

Einleitung des Verfahrens:

Bei Widerruf: Vom Schulleiter
Bei Abmeldung durch die Eltern (Erz.ber.): Schriftlich, im übrigen formlose Abmeldung
Entscheidungsunterlagen beim Widerruf:
Wie bei der Feststellung der Schulreife.

Entscheidung:

Bei Widerruf: Schriftliche Entscheidung des Schulleiters
Bei der Abmeldung durch die Eltern (Erz.ber.): Diese wird vom Schulleiter zur Kenntnis genommen.
Berechtigung zum Besuch der Vorschulstufe und Einrechnung in die allgemeine Schulpflicht:
Bei Widerruf der vorzeitigen Aufnahme oder im Fall, dass ein vorzeitig in die Volksschule aufgenommenes Kind vom Besuch der 1. Schulstufe abgemeldet wird, können die Eltern (Erz.ber.) das Kind zum Besuch der Vorschulstufe anmelden. In diesem Fall ist die Dauer des Besuches der Vorschulstufe in die allgemeine Schulpflicht nur dann einzurechnen, wenn während der allgemeinen Schulpflicht die 9. Schulstufe (z.B. durch Überspringen einer Schulstufe) erfolgreich abgeschlossen wird.

Wechsel von Schulstufen innerhalb der Grundstufe I der Volksschule (der ersten drei Schulstufen der ASO) während des Unterrichtsjahres:

Voraussetzungen:
Innerhalb der Grundstufe I der Volksschule und der nach dem Lehrplan der Volksschule geführten Sonderschule sowie weiters innerhalb der ersten drei Schulstufen der ASO sind die Schüler berechtigt, während des Unterrichtsjahres in die nächsthöhere oder nächstniedrigere Schulstufe zu wechseln, wenn dadurch der Lernsituation des Schülers eher entsprochen wird und eine Unter- oder Überforderung in körperlicher oder geistiger Hinsicht nicht zu befürchten ist. Jedenfalls hat aber die Gesamtdauer des Grundschulbesuches drei Jahre zu betragen.

Einleitung des Verfahrens:
Über Antrag der Eltern (Erz.ber.) oder des Klassenlehrers.

Entscheidung:
Schriftlich durch die Schulkonferenz